Für die Bildungspolitik sind in Deutschland in erster Linie die Bundesländer zuständig. Sie haben die sogenannte Kulturhoheit, so dass die Landesregierungen weitgehend selbstständig entscheiden können, wie sie ihre Bildungssysteme ausgestalten. Daher sind die Bezeichnungen für die Schularten im allgemeinbildenden Schulwesens sehr unterschiedlich. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Webseite der Kultusministerkonferenz: https://www.kmk.org/themen/allgemeinbildende-schulen/bildungswege-und-abschluesse.html
Bundesland Hamburg
Für diese inklusive Bildung an Hamburgs Schulen gibt es ein einheitliches Gesamtkonzept, das die Grundlage für eine auf die Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen abgestimmte Förderung bildet. Alle Hamburger Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben das Recht, allgemeine Schulen zu besuchen. Sie werden dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet und besonders gefördert. Die Voraussetzungen dafür werden an allen allgemeinbildenden Schulen fortlaufend geschaffen. Für die Eltern, die für ihr Kind ausdrücklich nicht die Beschulung in der allgemeinen Schule wünschen, stehen weiterhin viele spezielle Förderformen offen. (http://www.hamburg.de/inklusion-schule/4339098/inklusion-in-hamburgs-schulen/).
Vorschule
Im letzten Kindergartenjahr können Hamburger Kinder auf Wunsch der Eltern ersatzweise auch eine Vorschulklasse im Kindergarten oder an einer Grundschule besuchen (http://www.hamburg.de/vorschule/).
Grundschule (Primarschule)
Die Schule beginnt mit der Grundschule. Sie dauert vier Jahre, von Klasse 1 bis Klasse 4.
Kinder besuchen die Grundschule in der Regel im Alter von 6 – 10 Jahren.
Sekundarstufe I
Die Sekundarstufe I schließt an die Grundschule an und geht von Klasse 5 bis Klasse 9 oder 10.
In Hamburg gibt es in der Sekundarstufe I zwei Schularten:
Stadtteilschule
Die Stadtteilschule umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 13. In der Stadtteilschule lernen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Leistungsschwächere Kinder werden genauso wie Leistungsstärkere gezielt gefördert und gefordert. Der Fokus an der Stadtteilschule ist stärker auf den Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung des eigenen Berufs- und Lebenswegs (Berufs- und Studienorientierung) ausgerichtet.
An der Stadteilschule können folgende Schulabschlüsse erworben werden: Der erste allgemeinbildende Schulabschluss nach Klasse 9, der erweiterte erste allgemeinbildende Schulabschluss oder der mittlere Schulabschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10 oder das Abitur nach Klasse 13.
http://www.hamburg.de/stadtteilschule/2670728/stadtteilschule/
Gymnasium
Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 12. Das Gymnasium bietet leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern eine vertiefte allgemeine Bildung und ermöglicht ihnen entsprechend ihren Leistungen und Neigungen eine Schwerpunktbildung und führt zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Im Gymnasium können alle Bildungsabschlüsse erworben werden: Am Ende der Jahrgangsstufe 9 wird der erste allgemeinbildende Schulabschluss, am Ende der Jahrgangsstufe 10 der erweiterte erste allgemeinbildende Schulabschluss oder der mittlere Schulabschluss und am Ende der Jahrgangsstufe 12 das Abitur erworben.
http://www.hamburg.de/gymnasium/
Sonderschulen
In Hamburg gibt es Sonderschulen für folgende sonderpädagogische Förderschwerpunkte:
Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, Bildungszentrum für Hören und Kommunikation, Sonderschulen für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und Sonderschulen für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (http://www.hamburg.de/sonderschulen/).
Ganztagsbetreuung an Hamburger Schulen:
An Hamburger Schulen gibt es die Möglichkeit der ganztägigen Betreuung in offenen, gebundenen oder teilgebunden Ganztagsschulen, in denen es kostenlose Betreuungsangebote von 8 bis 16 Uhr gibt. Es gibt Betreuungsangebote für Frühstunden vor 8 Uhr, Spätstunden nach 16 Uhr und Ferienbetreuung. Dafür werden nach Einkommen gestaffelte Gebühren erhoben (http://www.hamburg.de/infos-fuer-eltern/).
Neben den staatlichen Schulen in Hamburg gibt es auch Schulen in freier Trägerschaft, die von privaten oder kirchlichen Trägern geleitet werden: http://www.hamburg.de/anmeldeschulen/1029708/privatschulen/ http://www.schulliste.eu/type/grundschulen/?bundesland=hamburg&t=private-schulen
Informationen zum Schulsystem in Hamburg auf Arabisch, Englisch, Türkisch, Russisch, Farsi und Französisch finden Sie unter: http://www.hamburg.de/bsb/elternratgeber-fuer-zuwanderer/3903126/ratgeber-eltern-schueler/