Es gibt in der Mehrheit staatliche Schulen. Einige Schulen sind in kirchlicher Trägerschaft, vergeben aber die staatlich anerkannten Abschlüsse. Es gibt einige Privatschulen, die unterschiedlich hohe Schulgebühren verlangen (https://www.bildung.bremen.de/privatschulen-3829).
Nach der Grundschule gibt es in Bremen zwei Typen von weiterführenden allgemeinbildenden Schulen:
Oberschule
Die Oberschule spricht mit ihrem Unterrichtsangebot alle Schülerinnen und Schüler in ihren unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten, Lerntypen und Neigungen an. Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten und leistungsstarke (hochbegabte) Schülerinnen und Schüler erhalten möglichst individuelle Lernangebote. Ziel ist es, jeden Einzelnen individuell zu fördern und zu fordern.
Ab der 7. Jahrgangsstufe werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Leistungsfähigkeit auf grundlegendem oder erweitertem Anforderungsniveau unterrichtet („Fachleistungsdifferenzierung“).
An der Oberschule können in der Sekundarstufe I folgende Schulabschlüsse erworben werden: Einfache Berufsbildungsreife nach Klasse 9 oder 10, die erweiterte Berufsbildungsreife nach Klasse 10, der Mittlere Schulabschluss nach Klasse 10, das Abitur nach Klasse 12 oder 13 (https://www.bildung.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen117.c.3724.de).
Gymnasium
Das Gymnasium bietet leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern ein erhöhtes Lerntempo auf einem einheitlichen Leistungsniveau an und führen nach 12 Jahren zum Abitur. Das Gymnasium ist besonders für Schülerinnen und Schüler geeignet, die sich die geforderten Lerninhalte in kürzerer Zeit aneignen können. Im Gymnasium können alle Bildungsabschlüsse erworben werden. (https://www.bildung.bremen.de/gymnasium-3739).
Werkschule
Die Werkschule ist gedacht für Schülerinnen und Schüler, denen das theoretische Lernen nicht so leichtfällt und die mehr Zeit zum Lernen brauchen, die aber gerne praktisch arbeiten und über diese Herangehensweise notwendiges Wissen eher erlangen. In der Werkschule können sich Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse bewerben. Am Ende der Klasse 11 kann die erweiterte Berufsbildungsreife erworben werden (https://www.bildung.bremen.de/werkschule-3762).
Berufliche Schulen
An den berufsbildenden Schulen haben junge Menschen vielfältige, aufeinander aufbauende Möglichkeiten der Berufsausbildung und die Möglichkeit verschiedene Schulabschlüsse zu erwerben. Das kann vor, während oder nach der Berufsausbildung sowie in weiteren spezialisierten Bildungsgängen geschehen (https://www.bildung.bremen.de/berufsbildende_schulen-102584).
Berufliches Gymnasium
Das Berufliche Gymnasium in den Fachrichtungen Ernährung, Gestaltung, Multimedia, Gesundheit, Sozialpädagogik, Informationstechnik, Mechatronik, Luft- und Raumfahrttechnik, Architektur / Bautechnik, Gestaltungs- / Medientechnik, Betriebswirtschaft/Rechnungswesen und Wirtschaftsinformatik, Recht führt in einem dreijährigen Bildungsgang zum Abitur, der Allgemeinen Hochschulreife (https://www.bildung.bremen.de/berufliches_gymnasium-102786).
Berufsschule
Junge Menschen besuchen während ihrer Berufsausbildung die Berufsschule und erlernen berufsbezogene und allgemeinbildende Kompetenzen (Duale Ausbildung).
Die Berufsschule dauert in der Regel drei Jahre. Mit Abschluss der Ausbildung und der Berufsschule erhalten die Schüler einen Abschluss in der betrieblichen Ausbildung und ein Berufsschulabschluss. Auszubildende ohne schulischen Abschluss erhalten mit dem Abschluss der Berufsschule die Einfache Berufsbildungsreife. Unter bestimmten Bedingungen wird mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule zudem ein mittlerer Schulabschluss erreicht ( https://www.bildung.bremen.de/duale_berufsausbildung-102785). Interessierte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im Rahmen der beruflichen Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben. Dazu muss Zusatzunterricht absolviert und eine Zusatzprüfung abgelegt werden.
Berufsfachschule
Berufsfachschulen vermitteln als Vollzeitschulen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder bereiten in einem einjährigen Bildungsgang auf eine Berufsausbildung vor. Der Unterricht umfasst sowohl allgemeinbildende als auch berufsbezogene Fächer und vermittelt auch den praktischen Teil der Berufsausbildung.
Die Berufsfachschule mit Berufsabschluss schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.
In Bremen werden folgende Berufsabschlüsse angeboten: Biologisch-technische/r Assistent/in, Chemisch-technische/r Assistent/in, Physikalisch-technische/r Assistent/in, Informationstechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Informations- und Netzwerksystemtechnik, Mathematisch-technische/r Assistent/in, mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsinformatik, Gestaltungstechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Grafik, Wirtschaftsassistent/in mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung, Wirtschaftsassistent/in mit Schwerpunkt Fremdsprachen,
Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in (https://www.bildung.bremen.de/berufsfachschule_mit_berufsabschluss-105664).
Doppelqualifizierende Bildungsgänge
An der Berufsfachschule für Assistentinnen und Assistenten besteht die Möglichkeit, gleichzeitig und integrativ eine anerkannte Berufsausbildung abzuschließen und eine Studienberechtigung zu erwerben. Die Kombination Abitur und Beruf dauert vier Jahre und wird in den folgenden Bildungsgängen angeboten: Informationstechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Informations- und Netzwerksystemtechnik und Wirtschaftsassistent/in mit Schwerpunkt Fremdsprachen.
Die Kombination Fachhochschulreife und Beruf dauert drei Jahre und wird in der Fachrichtung Mathematisch-technische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsinformatik angeboten (https://www.bildung.bremen.de/doppelqualifizierende_bildungsgaenge-102789).
Zweijährige Höhere Handelsschule
Die Zweijährige Höhere Handelsschule bereitet auf eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen vor. Schülerinnen und Schüler, die einen Mittleren Schulabschluss erreicht haben, können durch den Besuch dieses Bildungsgangs ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz in den Berufen der Logistikbranche und des Groß- und Außenhandels wesentlich verbessern. Darüber hinaus wird mit dem Abschluss der Zweijährigen Höheren Handelsschule der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben (https://www.bildung.bremen.de/zweijaehrige_hoehere_handelsschule-102790).
Fachoberschule
Die Fachoberschule (FOS) baut auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt eine allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Bildung. Die Fachoberschule verleiht nach bestandener Abschlussprüfung die Fachhochschulreife. Überdurchschnittlich qualifizierte Absolventen können die fachgebundene Hochschulreife sowie bei Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erwerben (https://www.bildung.bremen.de/fachoberschule-102787).
Berufsoberschule
Der Besuch der Berufsoberschule (BOS) setzt die Fachhochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine entsprechende mehrjährigen Berufstätigkeit voraus und dauert ein Jahr. Mit Bestehen der Abschlussprüfung wird die fachgebundene Hochschulreife sowie bei Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erworben (https://www.bildung.bremen.de/berufsoberschule-102788).