Einen Überblick über das Schulsystem im Land Berlin finden Sie unter: https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/
Es gibt in der Mehrheit staatliche Schulen. Einige Schulen sind in kirchlicher Trägerschaft, vergeben aber die staatlich anerkannten Abschlüsse. Es gibt einige Privatschulen, die unterschiedlich hohe Schulgebühren verlangen (https://www.berliner-privatschulen.de/)
Nach der Grundschule gibt es ab Jahrgangsstufe 7 drei weiterführende allgemeinbildende Schularten und berufliche Schulen:
Integrierte Sekundarschule (ISS)
In der Integrierten Sekundarschule werden leistungsstarke und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler individuelle gefördert. Es gibt Angebote auf unterschiedlichen Niveaus. In der Integrierten Sekundarschule können nach bestandenen Prüfungen folgende Abschlüsse erworben werden: Berufsbildungsreife (BB) am Ende der neunten oder zehnten Jahrgangsstufe, Erweiterte Berufsbildungsreife (eBB) und Mittlerer Schulabschluss (MSA) nach Klasse 10 und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) nach Klasse 13.
https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/integrierte-sekundarschule/
Gemeinschaftsschule
In der Gemeinschaftsschule ist das längere gemeinsame und individuelle Lernen von Klasse 1 bis 10 und sogar bis Klasse 13 fest verankert. Gemeinschaftsschulen ohne eigenen Grundschulteil oder ohne eigene gymnasiale Oberstufe haben verbindliche Kooperationen mit Grundschulen oder Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Die Schüler an einer Gemeinschaftsschule wechseln automatisch in die 7. Jahrgangsstufe ihrer Schule, wenn die Schülerinnen und Eltern dies wünschen. Ebenso werden Schüler von Grundschulen mit denen verbindliche Kooperationen bestehen, vorrangig aufgenommen. Genau wie die Sekundarschulen führen auch die Gemeinschaftsschulen zu allen Schulabschlüssen (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/gemeinschaftsschule/).
Gymnasium
Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 12. Es vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung und umfasst den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) nach Klasse 12. Üblicherweise beginnt das Gymnasium mit der 7. Klassenstufe. Rund 30 Berliner Gymnasien starten bereits mit der 5. Klasse und richten sich an Kinder mit besonderen Begabungen (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungswege/gymnasium/).
Berufliche Schulen
An den berufsbildenden Schulen haben junge Menschen vielfältige, aufeinander aufbauende Möglichkeiten, höhere Schulabschlüsse zu erwerben. Das kann vor, während oder nach der Berufsausbildung sowie in weiteren spezialisierten Bildungsgängen geschehen (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/).
Das Berufliches Gymnasium (in den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik, Informatik, Ernährung, Gesundheit und Soziales und Biotechnologie) führt in einem dreijährigen Bildungsgang zum Abitur (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/berufliches-gymnasium/).
Berufsschule
Junge Menschen besuchen während ihrer Berufsausbildung die Berufsschule und erlernen berufsbezogene und allgemeinbildende Kompetenzen (Duale Ausbildung). Seit dem Schuljahr 2018/2019 kann man in einem vierjährigen Bildungsgang (Berufsabitur/Duales Abitur) nicht nur das Abitur erwerben, sondern gleichzeitig eine Berufsausbildung abschließen. Dieses Angebot startet zunächst in den Berufen Hotelfachmann/-frau und Anlagenmechaniker/-in für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/duale-ausbildung/).
Berufsfachschule
Die Berufsfachschule umfasst unterschiedliche berufliche Bildungsgänge, die sich nach dem Grad der angestrebten Qualifikation oder dem berufsqualifizierenden Abschluss unterscheiden. Im Rahmen der unterschiedlichen Bildungsgänge der Berufsfachschule besteht die Möglichkeit des nachträglichen Erwerbs eines gleichgestellten Abschlusses der Sekundarstufe I bis hin zur Fachhochschulreife (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/berufsfachschule/).
An Fachoberschulen mit den Fachrichtungen Ernährung und Hauswirtschaft, Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales und Agrarwirtschaft können junge Menschen nach der zehnten Klasse oder junge Menschen, die bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, die Fachhochschulreife erwerben, die zum Studium an einer Fachhochschule berechtigt (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/fachoberschule/).
Nach Abschluss der Berufsausbildung oder der Fachoberschule und einem mittleren Schulabschluss kann an der Berufsoberschule (BOS) die Fachhochschulreife und beim Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erlangen werden (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule-und-beruf/berufliche-bildung/berufliche-schulen/berufsoberschule/).