Muss ich eine Krankenversicherung bezahlen, wenn ich zur Zeit keine Arbeit/keinen Job habe?
Germany - Berlin
Deutsch
Sorgen der Erwachsenen

Die Regelungen zur Gesundheitsversorgung sind sehr unterschiedlich. Wenn Sie vorher in die Krankenkasse eingezahlt haben und dann arbeitslos sind, werden im Rahmen der Regelungen weiterhin Beiträge gezahlt. Die genauen Rahmenbedingungen erfragen Sie bitte bei Ihrer zuständigen Krankenkasse / dem zuständigen Sozialamt. Für Flüchtlinge, die gerade erst angekommen sind und noch keine Arbeit gefunden haben / keine Arbeit aufnehmen dürfen, bestehen folgende Regelungen:

In einigen Bundesländern können Flüchtlinge, die die Erstaufnahmeeinrichtungen bzw. das Zentrallager verlassen haben und den Gemeinden zugewiesen wurden, eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) erhalten. Ob eine Gemeinde, Kommune oder eine Krankenkasse an den Rahmenbedingungen teilnimmt, können diese meistens frei entscheiden. Die Gemeinden ohne Gesundheitskarte geben weiterhin Behandlungsscheine für den Arztbesuch aus. In einer Studie der Bertelsmann Stiftung im Oktober 2016 wurde der Stand zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ermittelt.

 

Bundesland

Einführung der eGK

Hinweise

Schleswig-Holstein

Einführung: flächendeckend

Vertragspartner:

AOK NordWest, BKK-Landesverband Nordwest, IKK Nord, Knappschaft, Novitas BKK, Techniker Krankenkasse (TK), BARMER GEK, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

Mecklenburg-Vorpommern

Gründe: Die Gültigkeitsdauer wäre nur sehr kurz, aufgrund der schnellen Bearbeitung der Anträge und viele Flüchtlinge bleiben nicht in Mecklenburg-Vorpommern.

Hamburg

Einführung: flächendeckend

Vertragspartner: AOK Bremen/Bremerhaven

Bremen

Einführung: flächendeckend

Vertragspartner für Bremen und Bremerhaven: AOK Bremen/Bremerhaven

Brandenburg

Einführung: bisher nur in Potsdam

Berlin

Einführung: flächendeckend

Vertragspartner: AOK Nordost, DAK-Gesundheit, BKK VBU und die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)

Niedersachsen

G

Einführung: bisher nur in Delmenhorst

Sachsen-Anhalt

G

Es ist eine ähnliche Karte wie die eGK geplant.

Sachsen

Die Einführung wurde abgelehnt.

Nordrhein-Westfalen

Vertragspartner für 20 Gemeinden:

AOK NordWest, AOK Rheinland/Hamburg, Novitas BKK, Knappschaft, DAK-Gesundheit,
Techniker Krankenkasse, Barmer GEK, IKK classic, KKH Kaufmännische Krankenkasse, VIACTIV Krankenkasse, Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)

Keine Einführung in: Essen, Herne, Hagen, Dortmund, Duisburg, Bottrop, Erkrath und Gelsenkirchen

Thüringen

Einführung: flächendeckend

Je nach Kreis/Gemeinde beteiligen sich folgende Kassen an der Umsetzung: DAK, IKK classic, AOK plus, BKK VBU und Knappschaft

Anerkannte Flüchtlinge oder die, die länger als 15 Monate in Deutschland sind, erhalten die gleichen Leistungen wie deutsche Versicherte.

Hessen

G

Die Hessische Landesregierung möchte die Gesundheitskarte für Flüchtlinge einführen und ist mit den Krankenkassenvertretern im Gespräch.

Rheinland-Pfalz

Einführung in Trier, Kusel und Mainz

Saarland

Grund: zu hohe Verwaltungskosten

Baden-Württemberg

Es erfolgt keine Einführung der eGK aufgrund der rückläufigen Zahl von Flüchtlingen.

Bayern

Die Einführung wurde abgelehnt.

Stand: August 2017, Quelle: Bertelsmann Stiftung / Legende: ✓= eingeführt, ✗= Einführung abgelehnt, G= geplante Einführung

Data from: August 2017, Quelle: Bertelsmann Stiftung / Legende: ✓= There is a eGK, ✗= the eGK will be installed, G= there will be no eGK

 

Was this article helpful?